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Kaminhalle
Im ursprünglichen Renaissancebau war in der jetzigen Kaminhalle zwischen Erd- und Obergeschoss etwa in Höhe der Galerie eine Decke eingezogen, so dass sich im Obergeschoß über der Eingangshalle ein großer Raum mit drei Fenstern befand. Bei dem Umbau 1895 - 1907 (Baugeschichte) wurde diese Decke durch eine Galerie als Zugang zu den Räumen im Obergeschoss ersetzt. Die nach oben führende Wendeltreppe wurde durch eine geschwungene, breite Treppe ersetzt. Dabei wurde die Tür in den „Gelben Salon“ teilweise überbaut. Zur Verblendung eines großen Heizkörpers, der im Rahmen des Umbaus der Heizanlage installiert wurde, hat das gräfliche Ehepaar von Schwerin eine Kamin-Attrappe errichten lassen.
Die Fotos aus der Zeit um 1906/07 (Abb. 1 und 2) bieten einen Eindruck von der Gestaltung der Kaminhalle mit den dunklen Farbtönen der Holzausbauten, welche einschließlich Decke bei dem Umbau um 1900 entstanden sind. Auch der unterste Teil des ehemaligen Kronleuchters (gefertigt von einem Usedomer Kunstschlosser) ist auf den Abbildungen 1 und 2 zu erkennen. Dieser Leuchter fehlt seit den Nachkriegsjahren. Der seit 2018 hängende Leuchter ist ein Geschenk des Fördervereins an die Gemeinde. Er wurde von dem Kunstschmied und Vereinsmitglied Ernst-Wilhelm Langhoff angefertigt.
Die Kaminhalle war 2000 in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Die Abbildung 3 zeigt den Zustand im Jahre 2002. Das originale Parkett war noch erhalten. Die barocken Supraporten waren in schlechtem Zustand und während der DDR-Zeit nicht denkmalgerecht überstrichen. Ein großer Teil der Holzeinbauten musste erneuert werden. Die Wände wurden verputzt und überstrichen.
Die Fertigstellung der denkmalgerechten Sanierung war dann für 2021/2022 vorgesehen. Die antiken Möbel in der Kaminhalle sind Geschenke an den Förderverein Schloss Stolpe oder wurden vom Verein käuflich erworben. Alle Möbel wurden 2020 von einem Möbelrestaurator aufgearbeitet (Abb. 6).
Abb. 3: Der deprimierende Zustand der Kaminhalle 2002 vor Beginn der Restaurierungsarbeiten. Große Teile der Holzeinbauten an der Decke und der Galerie waren durch eingetretene Feuchtigkeit zerstört. Der Putz war von den Wänden gefallen.




